Vom Pfarrradio zu weltweiten Netzwerk

Die Geschichte von Radio Maria Italien

Da Radio Maria Österreich teil der Weltfamilie von Radio Maria ist, möchten wir hier den Beginn und die Geschichte von Radio Maria erläutern.

Radio Maria Italien ist ein privater katholischer Radiosender, sein Eigentümer ist die „Associazione Radio Maria“ . Die „Associazione Radio Maria“ wurde am 12. Januar 1987 gegründet und hat ihren offiziellen Sitz in Erba (CO), Via Milano 12. Der erste Präsident von Radio Maria war Emanuele Ferrario (1987-2015), der am 8. Juli 2020 in das Haus des Vaters eingegangen ist. Emanuele Ferrario hat den technischen und administrativen Teil von Radio Maria aufgebaut und es in Italien und anschließend dank des unermüdlichen Einsatzes der italienischen Hörer auf allen fünf Kontinenten verbreitet.

Der erste Direktor von Radio Maria und Directors‘ Adviser der Weltfamilie ist Pater Livio Fanzaga aus der Kongregation der Piaristen. Pater Livio war schon seit 1986 bei dem kleinen Pfarradio dabei und hat 1988 dessen Leitung übernommen. Mit seiner Ernennung zum Direktor hat Pater Livio Radio Maria als katholischen Sender konzipiert, der zur Umkehr aufruft, das Evangelium verkündet, die Marienverehrung und die christlichen Werte in der Gesellschaft fördert, in Gemeinschaft mit der katholischen Kirche. Seit 1986 ist Roberta Zappa bei Radio Maria dabei, das damals noch ein kleines Pfarradio war. Pater Livio hat das Radioprogramm kontinuierlich weiterentwickelt und an die Bedürfnisse der Zeit angepasst.

Seit 2015 ist Vittorio Viccardi Präsident der Weltfamilie von Radio Maria. Radio Maria hat sich über die italienischen Grenzen hinaus entwickelt, wurde von verschiedenen Körperschaften der katholischen Kirche eingeladen und ist mittlerweile auf allen Kontinenten vertreten: in Amerika seit 1992, in Afrika seit 1993, in Asien seit 2002 und schließlich in Ozeanien seit 2007. 1998 wurde die World Family of Radio Maria (Weltfamilie von Radio Maria) gegründet, die im Auftrag und mit Unterstützung von Radio Maria Italien dazu beiträgt, Radio Maria in der Welt zu verbreiten; sie hat ihren offiziellen Sitz in Rom, Via Rusticucci 13. Radio Maria kann in Italien landesweit über 850 UKW-Sendestationen und im digitalen DAB-Netz empfangen werden. Das Radio richtet sich sowohl an einfache als auch sehr gebildete Menschen, ältere ebenso wie jüngere, und es ist zum meistgehörten katholischen Massenmedium in Italien geworden. Jeder zehnte Italiener hört Radio Maria. Die Zeugnisse der Umkehr sind zahllos. Radio Maria ist ein Dienst an der ganzen Kirche: An der Programmgestaltung sind Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien beteiligt. Außerdem werden Pfarreien, Ordensgemeinschaften, Klöster, Krankenhäuser und sogar Gefängnisse in das tägliche Gebetsprogramm einbezogen, mit zwei oder mehr Schaltungen täglich.

Die wichtige Rolle von Präsident Emanuele Ferrario beim Aufbau von Radio Maria

Worte von Pater Livio, Programmdirektor von Radio Maria Italien

„Bevor ich einige Gedanken über meine Zusammenarbeit mit Präsident Emanuele Ferrario niederschreibe, die 1987 – dem Gründungsjahr der „Associazione Radio Maria“ – begonnen hat und bis zu seiner Heimkehr in das Haus des Vaters am 8. Juli 2020 andauerte, möchte ich eine Überlegung anstellen, die für uns Christen und Hörer von Radio Maria notwendig ist. Radio Maria ist ein Geschenk Marias, insbesondere der Königin des Friedens, und den übernatürlichen Ursprung dieses wunderbaren Werkes Gottes zu vergessen, wäre eine unverzeihliche Sünde der Anmaßung. Am Ursprung von Radio Maria steht die Gottesmutter, die uns aufruft, ihren Plan der Umkehr und der Evangelisierung im Dienst der Kirche und zum Heil der Seelen zu verwirklichen. Jesus selbst hat uns daran erinnert, dass wir, auch wenn wir alles getan haben, was er von uns verlangt hat, uns bewusst sein sollen, dass wir unnütze Diener sind. Auch beim Betrachten der Geschichte von Radio Maria müssen wir unseren Blick zum Himmel erheben, der uns einerseits die Hand Gottes sehen lässt, die uns trägt und leitet, und uns andererseits offenbart, wie unsicher wir unterwegs sind und dass wir manchmal vom Weg abkommen. Meine erste Begegnung mit Ferrario fand im Frühjahr 1987 statt, als die „Associazione Radio Maria“, die das kleine Pfarrradio erworben hatte, über das die Botschaften von Medjugorje übertragen wurden, gerade gegründet worden war.

Ferrario berichtete mir mit einer Überzeugung, die mich erstaunte, von seinem Plan, einen nationalen marianischen Radiosender zu gründen, und von der Notwendigkeit, einen Priester als Direktor zu finden, um dieses wunderbare Ziel umzusetzen. Ferrario erzählte mir von seiner Berufung, aber auch ich fühlte mich nach meiner Wallfahrt nach Medjugorje vom selben Eifer ergriffen, der Gottesmutter zu dienen. Das Projekt wurde einige Monate später mit der Genehmigung meiner Oberen, mich Radio Maria als Direktor und Mitglied des Vorstands zu widmen, verwirklicht. Die erste Entscheidung, die wir gemeinsam trafen, war die, in der Nähe von Erba einen neuen Sitz für Radio Maria zu finden, abseits von der Pfarrei, da die Kirche nicht in die damals umstrittenen und kaum bekannten Marienerscheinungen eingebunden werden durfte. Ferrario war sich sehr bewusst, dass ein solches nationales Projekt – ein katholischer marianischer Radiosender, der ganz neu aufgebaut werden musste – ohne eine autoritative Leitung unter inhaltlichem Gesichtspunkt kaum oder gar keine Aussicht auf Erfolg gehabt hätte. 

Wir teilten daher die Arbeitsbereiche so untereinander auf, wie es vernünftig war, im Geist des Dienstes an der Magd des Herrn: Ferrario übernahm als Präsident und Unternehmer die finanzielle und technische Verwaltung. Er zielte auf eine kontinuierliche Entwicklung ab, zunächst in Italien und dann auf allen Kontinenten. Sein Wille, neue Horizonte zu erschließen, war grenzenlos.

Pater Livio hat als Direktor das neue „Radio Maria“ konzipiert und aufgebaut, indem er das Charisma, die Ziele und die Programme erläutert, die Moderatoren ausgewählt und die Rechtgläubigkeit sowie die Beziehungen zur Kirche überwacht hat. Jeden Morgen in der Frühe haben wir miteinander telefoniert, um Ideen auszutauschen und uns gegenseitig zu beraten. Gleichzeitig gestaltete eine junge und treue Roberta das Radioprogramm wie ein Kunstwerk, das immer mehr perfektioniert wurde. Was die finanziellen Mittel betraf, übernahm Ferrario problemlos meinen festen Beschluss, keine Werbung anzunehmen und sich ausschließlich auf die Spenden der Hörer zu verlassen. Meine Aufgabe war es von Anfang an, die Hörer täglich für die Bedürfnisse des Radios zu sensibilisieren. Ferrario hielt mich stets auf dem Laufenden über die Spenden, die per Post und über die Bank eingingen, und passte die Investitionen an das an, was wir sammeln konnten. Er sagte gerne scherzhaft, dass es die Aufgabe von Pater Livio sei, um Spenden zu bitten, während Ferrarios Aufgabe darin bestehe, sie in das Radio und seine Verbreitung zu investieren. Gleichzeitig leitete Ferrario auch sein eigenes Unternehmen, das er jedoch immer von Radio Maria getrennt hielt. Er stellte dem Projekt Radio Maria sein außergewöhnliches unternehmerisches Geschick und seine Ausdauer bei der Arbeit zur Verfügung, aber nicht seine finanziellen Mittel, wie er selbst mehrfach betont hat.

Ferrario, ein treuer Diener, blieb bis zum Schluss auf seinem Posten, auch als er die Staffel bereits seinem Nachfolger, dem derzeitigen Präsidenten Vittorio Viccardi, übergeben hatte. Am Tag seiner Beerdigung habe ich am Mikrofon von Radio Maria gesagt, dass Emanuele Ferrario im Himmel mit stürmischem Applaus empfangen wurde. Letztlich ist es das Wichtigste, in den Himmel zu kommen und sein Leben auf dieses Ziel auszurichten. Überlassen wir es dem ewigen Vater, die Heiligenscheine zu vergeben – die einzigen, die zählen. Wir lernen von Ferrario die Liebe zur Gottesmutter und zu Radio Maria, indem wir ebenso beharrlich und eifrig vorangehen wie er, denn das ist das Geheimnis des Erfolgs des Projekts Radio Maria.“

Diese Webseite verwendet Cookies
Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Webseite zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Webseite an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie Ihnen bereitgestellt haben oder die im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben.

Datenschutz
Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.

Unbedingt notwendige Cookies
Unbedingt notwendige Cookies sollten jederzeit aktiviert sein, damit wir deine Einstellungen für die Cookie-Einstellungen speichern können.

Marketing & Statistik
Diese Website verwendet Google Analytics, um anonyme Informationen wie die Anzahl der Besucher der Website und die beliebtesten Seiten zu sammeln. Diesen Cookie aktiviert zu lassen, hilft uns, unsere Website zu verbessern.

Google Tag Manager
Dies ist ein Tag-Management-System. Über den Google Tag Manager können Tags zentral über eine Benutzeroberfläche eingebunden werden. Tags sind kleine Codeabschnitte, die Aktivitätenverfolgen können. Über den Google Tag Manager werden Scriptcodes anderer Tools eingebunden. Der Tag Manager ermöglicht es zu steuern, wann ein bestimmtes Tag ausgelöst wird.