Ein Radio der Vorsehung

„Es gibt in der Verkündigung Jesu eine Lehre,
die das Ganze des Daseins umfasst
und es jeweils auf den einzelnen Menschen ausrichtet:
die Botschaft von der Vorsehung. Danach wird,
was immer in der Welt ist und vor sich geht,
durch die Liebe, Weisheit und Macht des Vaters
zum Heil des glaubenden Menschen gelenkt.“

Romano Guardini: Vorschule des Betens, 1943

Christian Schmid, Geschäftsführer von Radio Maria Österreich, nimmt uns auf eine Reise mit, die nur durch den Glauben an die Vorsehung möglich wurde und wird:

Es ist einzigartig, was uns dieser große Theologe, Priester, Jugendseelsorger und Philosoph des 20. Jahrhunderts zu erschließen einlädt. Das Irdische und das Göttliche verschränken sich ineinander und werden in meinem und deinem (!) Leben sichtbar. Gott „arbeitet“ mit deinem und meinem Dasein, zum Heil der Menschen. Es ist wert, dies immer wieder zu meditieren und es tief in unser Herz aufzunehmen.

Jesus lehrt uns: das Reich Gottes ist „mitten unter uns“ (und nicht in einer fernen, jenseitigen Zukunft). Papst Franziskus drückt es so aus: „Du BIST eine Mission!“ Jesu Botschaft von der Vorsehung ist Teil der Bergpredigt: „Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht. Sucht aber zuerst sein Reich und seine Gerechtigkeit; dann wird euch alles andere dazugegeben.“ (Mt 6,31-34) Ein Mensch, der sich mutig entscheidet das zu glauben, setzt eine enorme Dynamik in Gang! Er beginnt mit dem, was er hat, kann und ist, eine „Zusammenarbeit“ mit der Vorsehung. Er wird plötzlich Gelegenheiten in seinem Leben erkennen und nützen, „Sein Reich und Seine Gerechtigkeit“ zu fördern und das eigene Handeln danach ausrichten. Gelegenheiten dazu gibt es jeden Tag! Ein Mensch, der damit beginnt, wird die Erfahrung der Vorsehung auch im eigenen Leben machen (denn es wird ihm „alles andere dazugegeben“) und er erkennt plötzlich: der Herr ist wirklich da! Die Freude über diese Entdeckung wird das ganze Sein dieses Menschen erfassen. Er wird mehr und mehr auf die Vorsehung vertrauen und immer mehr Menschen in seiner Nähe werden davon berührt werden. Eine Heilsgeschichte des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, die in der Taufe begonnen hat, wird auf diese Weise mitgeschrieben.

Das ganze Projekt Radio Maria lebt aus der Vorsehung. Sie ist wesenhafter Bestandteil der Existenz und des Charismas. Radio Maria bietet viele Gelegenheiten, das Vertrauen in die Vorsehung kennenzulernen und selbst einen Schritt zu wagen. Menschen, die Gott in ihrem Leben erfahren haben, machen anderen dies im und über das Radio zugänglich: sie geben in den Sendungen Zeugnis davon, arbeiten ehrenamtlich mit und unterstützen das Radio durch ihre Spenden. So führt uns die Muttergottes durch Radio Maria in das Geheimnis des Verwobenseins von Himmel und Erde ein. Sie macht das Reich Gottes für jeden Einzelnen schon hier auf Erden erfahrbar. Welche Freude!

Zeugnisse

Auch die Hörerinnen und Hörer erfahren immer wieder, wie gut es Gott mit uns meint:

Maria aus Wien

Ich habe Radio Maria zufällig entdeckt und wurde schnell zu einer regelmäßigen Hörerin. Ein paar Monate später war eine besondere Sammlung („Mariathon“) für die weltweite Mission von Radio Maria. Es war ein Priester zu hören, der aus seinem Alltag auf einer Missionsstation in Afrika erzählt hat. Es hat mich sehr getroffen, wie arm die Leute dort sind. Unser Geld ist dort viel mehr wert als hier – mit einem Euro kann dort eine Familie einen Tag leben. Oft gibt es gar keine Kapellen oder Kirchen, die Mission findet oft einfach unter Bäumen statt. Radio Maria kann in diesen Ländern sehr viel Gutes bewirken. Das alles hat mich so berührt, dass ich teilhaben wollte und 500 Euro gespendet habe. Am folgenden Tag wurde der Mariathon auf Radio Maria fortgesetzt und wieder habe ich zugehört. Nun war es so, dass ich schon länger mein Auge auf eine schöne dunkelblaue Jacke geworfen hatte, die ich mir gerne kaufen wollte. Durch die Aufrufe beim Mariathon bekam ich den starken Impuls, noch einmal zu spenden. 500 Euro hatte ich für die Jacke zur Seite gelegt und war hin- und hergerissen. Einerseits wollte ich die Jacke gerne haben, andererseits war dieser Impuls da, für ein weiteres Projekt zu spenden.

Jesus sagt ja: „Geht in die ganze Welt und verkündet die frohe Botschaft!“ und Radio Maria tut genau das und tut es an meiner Stelle, doch es geht nur mit unserer Unterstützung! Und Jesus sagt auch, wir sollen uns Schätze im Himmel sammeln und nicht auf der Erde. So habe ich nach einigem Ringen gesagt: „Okay, Mutter Gottes, ich spende nochmal 500 Euro und verzichte auf die schöne blaue Jacke. Das war schon ein wirkliches Opfer für mich. Am nächsten Tag habe ich also 1.000 Euro überwiesen und immer noch war es schmerzhaft für mich, da ich die schöne Jacke nun nicht kaufen konnte. Am darauf folgenden Sonntag ging ich wie üblich in die Kirche. Nach der Hl. Messe hat mich eine Dame aus der Pfarre angesprochen und mir erzählt, dass ihre Mutter kürzlich verstorben sei und eine schöne Muttergottes-Statue mit dem Jesuskind hinterlassen habe. Diese wolle sie mir schenken. Ich bin gleich mit ihr mitgegangen. Die Dame übergab mir die Statue und ein Bild von der Muttergottes mit einem Weihegebet.

Ich war schon an der Tür, als sie mich zurückrief: „Kommen Sie zurück, ich habe noch eine Jacke, die ich nicht verwende. Sie ist mir zu groß, ist nur einmal getragen – probieren Sie sie an, vielleicht passt sie Ihnen!“ Dabei holte Sie eine dunkelblaue Jacke aus dem Schrank. Die Jacke passte mir wie angegossen und war viel schöner als die, die ich mir eigentlich hätte kaufen wollen. Die Muttergottes hat mich durch diese Dame gleich mehrfach beschenkt. Jetzt habe ich diese schöne Statue, zwei Bilder und eine wunderschöne, blaue Jacke. So habe ich gelernt, dass uns der Himmel reich unterstützt, wenn wir offen sind zu geben. Dankeschön, Muttergottes!

Rosa aus Niederösterreich
ehrenamtliche Mitarbeiterin

Mit einer Freundin verbrachte ich schöne Sommertage in der Steiermark, genoss die Ruhe und die Schönheit der Natur. Ein Ausflug führte uns auf den „Gaberl“, einen 1.550m hohen Gebirgspass, wo wir Lipizzaner bewundern konnten. Bei der Einkehr im Gasthof „Gaberlhaus“ gab es köstliche Schwammerlsoße und eine besondere Begegnung mit den Wirtsleuten, ausgelöst durch meinen Radio Maria Aufkleber auf der Heckscheibe meines Autos:

Durch Radio Maria wurde eine Herzens-Freundschaft sichtbar.

Beim Mittagessen ruft der Wirt in den Gastraum, wem das Auto mit dem Radio Maria Aufkleber gehöre. Erstaunt meldete ich mich und fürchtete schon, dass ich mein Auto falsch geparkt hätte. Es folgte ein sehr herzliches Gespräch und der Wirt erzählte, dass seine Frau begeisterte Radio Maria Hörerin sei, häufig die Hl. Messe mitfeiere, das Programm so sehr schätze und mit der Hörerfamilie so sehr verbunden sei. Ich konnte ihm nun ein bisschen aus dem Studio und meiner ehrenamtlichen Mitarbeit im Hörerservice erzählen. Es war sofort eine wunderbare Verbundenheit zwischen uns da. Als es ans Zahlen ging, kam der Wirt auf mich zu und stellte mit einem breiten Lächeln fest: „Bitte um Verzeihung, meine Frau besteht darauf: Sie sind bei uns eingeladen!“ Es war eine ehrliche Freude für die Wirtsleute, einen Radio Maria Mitarbeiter persönlich kennen gelernt zu haben. Sehr beschenkt fuhren wir nach Hause – durch Radio Maria wurde eine Herzens-Freundschaft sichtbar.