Seit vergangenem Samstag hat die Erzdiözese Wien wieder einen Erzbischof:
Josef Grünwidl wurde durch Handauflegung und Gebet zum Bischof geweiht und steht nun der Erzdiözese Wien als Oberhirte vor.
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Was ist eigentlich ein Bischof?
Der Ausdruck Bischof leitet sich vom griechischen Wort „Episkopos“ ab und bedeutet sinngemäß Aufseher, Hüter, Wächter oder Schützer. Ein Bischof ist Nachfolger der Apostel (apostolische Sukzession) und Teil des weltkirchlichen Bischofskollegiums, dem der Papst vorsteht.
Dem Bischof ist ein dreifaches Amt aufgegeben:
- das Amt der Lehre
- das Amt der Heiligung
- das Amt der Leitung
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Seine Hauptaufgabe besteht darin, das Evangelium zu verkünden und die Lehre der Kirche weiterzugeben.
Er soll darüber hinaus seine ihm anvertrauten Gläubigen durch die Sakramente (insbesondere Eucharistie, Firmung und Weihe) zur Heiligkeit verhelfen. Deswegen wird er auch gemeinsam mit dem Papst im Hochgebet der hl. Messe genannt, denn die Eucharistie und alle anderen Sakramente werden im Auftrag des Bischofs gefeiert.
Das Leitungsamt übt ein Bischof meist aus, indem er einer Diözese vorsteht und sich um seine Priester und die Gläubigen sorgt.
Manchmal hat ein Bischof auch sogenannte Weihbischöfe. Diese helfen dem Bischof bei der Erfüllung seiner Aufgaben, haben aber keine eigenständige Leitungsfunktion.
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Einen Bischof erkennt man an seinen sogenannten Insignien:
Er trägt eine violette Soutane, eine Bischofsmütze (Mitra), einen Bischofsring, einen Hirtenstab (Pastorale) und ein Brustkreuz (Pectorale).
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Das eine Weiheamt
Die Bischofsweihe ist die höchste Stufe des Weiheamtes, das in 3 Stufen gegliedert ist:
- Diakon
- Priester
- Bischof
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Um einen Priester zum Bischof zu weihen, braucht es immer drei Bischöfe. Dies dient der Sicherung der apostolischen Sukzession, also der ununterbrochene Weitergabe des bischöflichen Amtes von den Aposteln bis heute.




