Ein Radio der Umkehr

Senegalreise ©2016 Peter Goda - www.petergoda.at

Pfarrer Frank Cöppicus-Röttger aus Radstadt möchte uns auf folgendes hinweisen:

Das Wort Umkehr ist kein gemütliches Wort. Oft denken wir dabei an unangenehme Einschränkungen, so wie wir sie in der Fastenzeit in den Blick nehmen. Wir haben Angst, dass wir Gewohntes aufgeben müssen und aus unserer Komfortzone aussteigen sollen. Wir Menschen bleiben einfach lieber beim Gewohnten, bei dem, womit wir vertraut sind. Oft glauben wir nicht einmal, dass es noch etwas Besseres gibt, als das, was wir in unserem Leben schon an Gutem erleben. Oder wir meinen, dass das Bessere, das wir von anderen kennen, für uns etwas Unerreichbares sei. Ich glaube jedoch, dass Umkehr ganz viel mit Freude zu tun hat.

“Umkehr ist die Freude, Gott zu treffen”

Ich denke an einen jungen Mann, der sich gerade ein cooles technisches Gerät kaufen möchte, auf das er gespart hat und sich schon lange darauf freut. Plötzlich tritt aber auf dem Weg zum Geschäft eine junge Frau in sein Blickfeld, in die sich seine Augen auf den ersten Blick verlieben – seine Traumfrau! Der junge Mann ändert in einer einzigen Sekunde seinen Tagesplan, dreht um und versucht mit dieser Frau ins Gespräch zu kommen, indem er sie zum Beispiel nach der Uhrzeit fragt. – Wie die Geschichte weitergeht, ist Ihrer Fantasie überlassen.

Ich möchte Ihnen damit einfach eine Idee von dem geben, was Umkehr ist. Umkehr ist die Freude, Gott zu treffen und mit Ihm eine Freundschaft zu beginnen, die Er von Seiner Seite her schon lange mit jedem von uns begonnen hat. Das vertraute Leben mit dem lebendigen Gott ist die größte Freude und die größte Sicherheit, die ich mir vorstellen kann. Sie entreißt mich meinen Ängsten und führt mich in die Freiheit. Für Freude und für angebliche Sicherheit und Freiheit gibt es viele Anbieter in dieser Welt, aber sie alle können im Letzten das, was sie versprechen, nicht einlösen.

Gott ist anders. Er kann uns einen Frieden geben, den die Welt niemals geben kann (vgl. Joh 14,27). Die Einladung, diesen Gott kennenzulernen, oder aber eine noch oberflächliche Beziehung mit Ihm zu vertiefen, ist der Ruf zur Umkehr. Dafür muss man aber fast immer Gewohntes oder Liebgewonnenes aufgeben oder ihm eine andere Priorität geben.

Radio Maria möchte in diesem Sinne immer wieder zur Umkehr zu Gott einladen, indem es dafür arbeitet, dass alle Menschen daran Geschmack finden, Jesus Christus zu ihrem besten Freund zu machen.

Trost und Führung

Ein Zeugnis von Mario, einem Taxifahrer aus Guatemala Stadt:

Ich komme aus einer katholischen Familie, aber schon mein Vater war Alkoholiker und ich begann in meiner Jugend mit dem Konsum von Alkohol und Drogen. Mit 22 Jahren hatte ich bereits Familie, habe aber meiner Frau mit meiner Untreue das Leben sehr schwer gemacht und ihr viel Leid zugefügt. Schließlich verließ ich meine Familie. Ich lebte allein und wurde von mehreren Arbeitsplätzen entlassen. Ich hatte Schulden, und nach und nach wurde auch mein Körper krank.

Unsere Liebe Frau von Guadalupe

Meine Situation wurde immer verzweifelter und ich konnte keinen Ausweg finden. Meine Mutter riet mir immer, Radio Maria zu hören und sagte, dass ich Trost und Führung finden würde. Manchmal schaltete ich es ein, aber ich empfand, dass die Botschaften nicht für mich waren und ich wechselte den Sender. Ich hörte weiterhin andere Musik; Musik, die mich immer mehr ins Laster trieb. An einem 25. Dezember hatte ich einen schlimmen Autounfall; ich wurde sehr schwer verletzt. Mein Gesundheitszustand verschlechterte sich immer mehr und als ich den Arzt aufsuchte, sagte er mir, dass mein Körper in einem so schlechten Zustand sei, dass er wie der Körper eines alten Mannes wirke.

Als ich über all diesen Problemen depressiv wurde, erinnerte ich mich an den Rat meiner Mutter: ich schaltete Radio Maria ein und hörte die Sendung eines Priesters, der genau in diesem Moment von all dem sprach, was ich durchmachte und ich spürte die Hoffnung, dass Gott direkt zu mir sprach. Nach und nach begann ich, auf Alkohol und Drogen zu verzichten und konnte die Barriere überwinden, die ich gegenüber Gott aufgestellt hatte. Ich ging wieder in die Anbetung und spürte, wie Unsere Liebe Frau von Guadalupe mich begleitete.

Ohne dass ich es wusste, hatte Jesus auch im Herzen und in der Seele meiner Ehefrau gewirkt, die für meine Bekehrung fastete und Opfer darbrachte. Als ich sie bat, es noch einmal zusammen zu versuchen, gab sie mir diese Chance. Seit sieben Monaten habe ich meine Ehe und meine Kinder zurückgewonnen. Wir sind auf einem neuen Weg des Lebens mit den Sakramenten, an der Hand Gottes und der Jungfrau Maria.