Aktuellvon Barbara Auer
Fest der Hoffnung - Gemeinschaft Cenacolo
Fest der Hoffnung - Gemeinschaft Cenacolo

Am Sonntag, den 23. September, feierte die Gemeinschaft Cenacolo anlässlich ihres 10jährigen Bestehens in Österreich ein großes Fest der Hoffnung.

Auch Radio Maria war mit dabei und durfte aus dem Römersteinbruch in St. Margarethen im Burgenland die Feierlichkeiten ab 15h (Begegnung mit Sr. Elvira Petrozzi und die Hl. Messe mit Kardinal Dr. Christoph Schönborn und Diözesanbischof Iby) übertragen.
Viele, viele Festgäste aus verschiedenen Ländern waren gekommen, um gemeinsam die Freude und die Dankbarkeit darüber zu feiern, dass seit 10 Jahren viele Jugendliche auch in Österreich, die ehemals drogenabhängig waren, durch die Gemeinschaft einen Weg aus der Sucht finden können. Zusammenhalt in der Gemeinschaft, Arbeit und vor allem das gemeinsame Gebet sind die Waffen in ihren Händen.

Bereits am frühen Nachmittag, nach dem Aufbau der Übertragungstechnik von Radio Maria und einem der Infostände am Aufgang zu den Sitzplätzen, konnten wir viele Menschen auf unseren Sender ansprechen. Ich war positiv überrascht, wie viele Radio Maria bereits kannten und mit strahlenden Gesichtern über ihre Lieblingssendungen berichteten. Unser kleines Team von Ehrenamtlichen wurde intensiv gefordert durch all die vielen Begegnungen und Gespräche.
Danke Hermine, Lucia und Gabi für euren Einsatz!

Um drei Uhr nachmittags, die Sitzplätze im Römersteinbruch waren bis zum Letzten besetzt, begrüßte Sr. Elvira Petrozzi und die jubelnde Menge, allen voran die Burschen und Mädchen der Gemeinschaft, Kardinal Christoph Schönborn.
Nach den, für die Gemeinschaft so typischen fröhlichen und kraftvollen italienischen Liedern, bereiteten sich alle mit dem Rosenkranz auf die Hl. Messe vor. Zwischen den Geheimnissen gaben einige Burschen und Mädchen Zeugnis über ihren Weg aus der Drogenabhängigkeit. Nicht zu übersehen waren dabei ihre strahlenden Gesichter, ihre neu erwachte Lebensfreude und Dankbarkeit der Gemeinschaft und Gott gegenüber.

Anschließend wurde die Hl. Messe von Kardinal Dr. Christoph Schönborn und Diözesanbischof Paul Iby zelebriert. Der Kardinal sprach in seiner Predigt davon, dass Gott will, dass alle Menschen gerettet werden; alle ohne Ausnahme. Doch der Mensch erkennt erst dann, wenn er Jesus begegnet, wie ernst es um ihn steht und dass jeder seine Rettung braucht.
Wir müssen oft schmerzlich erkennen, dass nur Jesus selbst uns aus der Misere retten kann. Wenn Jesus will, dass alle gerettet werden, so der Kardinal weiter, dann ist der Arme, der Bedürftige mein Bruder, meine Schwester. Dann können wir nicht wegschauen, dann können wir die Armen nicht ablehnen, denn sonst sind wir in Gefahr selber verloren zu gehen.
Als dritte Säule seiner Predigt, betonte Kardinal Schönborn, dass keiner von uns alleine gerettet werden kann. Wir brauchen Gemeinschaft, wir brauchen wahre Freunde. Jesus selbst will unser bester Freund sein. Auch die Gemeinschaft der Kirche schenkt die Erfahrung, dass wir nicht alleine sind.
Aber das Gute wie das Böse beginnt immer mit kleinen Schritten der Liebe und sie beginnt heute, jetzt.
Der Kardinal bedankte sich abschließend bei Sr. Elvira Petrozzi, der Gründerin der Gemeinschaft Cenacolo, für die vielen Schritte, die sie gegangen ist und damit zeigte: sie hat nicht weggeschaut.

Nach der Hl. Messe wandte sich Sr. Elvira an die Gäste und forderte mit brennendem Herzen auf, mitzugestalten an einer Welt, in der die Menschen mit Liebe aufeinander zugehen. Eindringlich ermahnte sie die Eltern Zeit für ihre Kinder zu haben und sie liebevoll zu erziehen, denn nur so könne man eine gesunde Gesellschaft aufbauen. Weiter sprach sie über die Rolle des Kindes in unserer Gesellschaft, die Rolle von Mann und Frau in Ehe und Familie. Schließlich gab sie uns die Botschaft mit, doch mehr zu lächeln. Auch wenn es manchmal schwer wird im Leben: ein Lächeln schenkt oft viel Freude und Hoffnung an andere weiter.

Mucical Cenacolo

Abends ab ca. 19h wartete die noch größer gewordene Menge bereits gespannt auf das Musical „Non abbiate paura – Habt keine Angst!“.
Es wirkten insgesamt 160 (!) Burschen und Mädchen der Gemeinschaft Cenacolo bei der zu Herzen gehenden wie fulminanten Produktion mit.
Verschiedene Szenen vor der beeindruckenden Kulisse des Römersteinbruchs aus den Evangelien wurden dargestellt. Beispielsweise die Hochzeit in Kanaa, die Heilung der zehn Aussätzigen, die Tempelreinigung, Jesu Empfang in Jerusalem am Palmsonntag, der Verrat Jesu beim Abendmahl, Jesu Geißelung und Kreuzigung, seine Abnahme vom Kreuz und die Grablegung. Alle diese Szenen waren begleitet von toller Musik und den teils synchron tanzenden oder schauspielenden Künstlern in Kostümen. Eine wichtige Rolle hatte das Licht und die sich stets verwandelnden Kulissenteile, die stark die jeweilige Stimmung der Szene unterstrichen. An dieser Stelle großes Lob an die Regie.
Nach der Szene der Auferstehung Jesu kam auch noch der Hl. Geist auf die Apostel und die Mutter Jesu in wahren Feuerzungen von oben herab. Die inzwischen hereingebrochene Nacht im Steinbruch wurde durch diese Lichtexplosionen taghell erleuchtet.
Für mich persönlich war das die beeindruckendste Szene des gesamten Musicals.
Mit dem bekennenden Zeugnis des ungläubigen Thomas und der Himmelfahrt Jesu schloss das Musical gegen 22h.
Ein großes „Danke“ und an euch, liebe Mitglieder der Gemeinschaft Cenacolo für diesen Nachmittag und Abend!
So möchte ich nochmals betonen: Das Fest der Hoffnung war ein gelungenes Fest für alle Beteiligten!
Und: „Habt keine Angst!“

Bunt wie das Leben!