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Mission im Cyberspace
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Botschaft des Papstes zum Welttag der sozialen Kommunikationsmittel

Im Folgenden geben wir Ihnen einen Artikel von Zenit zum Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel wieder:

Für eine wirksame Seelsorge im schier unendlichen Cyberspace brauche die Kirche unbedingt Aktualisierung und „einen stärker motivierten und wirksameren Einsatz“. Besonders Priester und Mitarbeiter in der Seelsorge seien angesichts „der nahezu unbegrenzten Möglichkeiten der Kommunikation durch digitale Medien“ besonders gefordert.

Dies hat Papst Benedikt XVI. in einer heute veröffentlichten Botschaft zum Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel gefordert. Zum Profil eines katholischen Priesters gehöre es, professionell und medientechnisch ausgebildet, als Gemeindeleiter Seelsorge im Cyberspace verantwortlich mitzugestalten. Es gälte aber nicht nur irgendwie "präsent" zu sein, sondern sich mit einer inneren Haltung auf dem digitalen Kontinent in einer Weise zu bewegen, für die eine persönliche Beziehung zu Christus und den Menschen zentral ist.

„Die Entwicklung der neuen Technologien und – in ihrer Gesamtdimension – die ganze digitale Welt stellen für die Menschheit als Ganzes und für den Menschen in seinem persönlichen Leben eine große Möglichkeit dar sowie einen Anreiz für Begegnung und Dialog“, heißt es in der Botschaft. Hier werden Perspektiven eröffnet, die nach den großartigen Entwürfen eines Johannes Paul II., dem gar nicht scheuen "Medienpapst", zu den programmatischten kirchlichen Erklärungen der Kirche in diesem Jahrhundert auf dem Feld der Medienkultur gehört.

Eine Seelsorge in der digitalen Welt sei aufgerufen, „auch an diejenigen zu denken, die nicht glauben, die entmutigt sind und doch im Herzen Sehnsucht nach dem Absoluten haben und nach unvergänglichen Wahrheiten; denn die neuen Kommunikationsmittel machen es möglich, mit Gläubigen jeder Religion, mit Nicht-Gläubigen und Menschen jeder Kultur in Kontakt zu treten“.

Die Kommunikationsflüsse auf dem neuen digitalen Kontinent werden in dieser Botschaft programmatisch als ausgezeichnete Bedingungen für die Ausbreitung des Christentums dargestellt. War es im Römischen Reich die für antike Verhältnisse gute Infrastruktur des Imperiums, die u. a. mit ihren Strassen (Mobilität) und der Möglichkeit für römische Bürger frei zu reisen und Briefe im gesamten Imperium zu versenden, die einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung des Christentums geleistet haben, so geschieht dies jetzt durch digitale Medienkultur: „Die digitale Welt stellt Mittel zur Verfügung, die nahezu unbegrenzte Möglichkeiten der Kommunikation bieten, und eröffnet damit in der Tat bemerkenswerte Perspektiven der Aktualisierung in Bezug auf die Ermahnung des heiligen Paulus: ‚Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!’ (1 Kor 9,16)“, heißt es in der Botschaft Botschaft für den 44. Welttag für Soziale Kommunikationsmittel.

„Mit der Verbreitung dieser Mittel nimmt daher die Verantwortung für die Verkündigung nicht nur zu, sondern wird auch dringlicher und fordert einen stärker motivierten und wirksameren Einsatz. Diesbezüglich befindet sich der Priester in einer Lage wie am Beginn einer ‚neuen Epoche’“.

Der Entwurf eines Priesters, dessen Medienkompetenz sicherstellen soll, dass eine Gemeinde „neben den traditionellen Mitteln von den Möglichkeiten der neuen Generation audiovisueller Medien (Foto, Video, Blog, Website) Gebrauch machen“ wird, fordert auch eine Aktualisierung der Priesterausbildung.

Da wird von den Priestern „die Fähigkeit verlangt, in der digitalen Welt in beständiger Treue zur biblischen Botschaft präsent zu sein, um ihre Funktion als Leiter von Gemeinden auszuüben, die sich jetzt immer mehr in den vielen ‚Stimmen’ der digitalen Welt ausdrücken“.

Zu Verkündigung des Evangeliums gehöre deshalb „neben den traditionellen Mitteln von den Möglichkeiten der neuen Generation audiovisueller Medien (Foto, Video, Blog, Website) Gebrauch machen“.

Dabei legt die Botschaft wert auf die Nutzung der digitalen Kultur für „bisher unbekannte Gelegenheiten zum Dialog“, sowie als nützliches „Hilfsmittel für die Evangelisierung und die Katechese“.

„Diese Instrumente sind aber ebenso eine große Gelegenheit für die Gläubigen. Denn keine Straße kann und darf für den verschlossen sein, der sich im Namen des auferstandenen Christus bemüht, dem Menschen immer mehr Nächster zu werden. Deshalb bieten die neuen Medien vor allem den Priestern immer neue und seelsorgerisch unbegrenzte Perspektiven, die sie anregen, die universale Dimension der Kirche für eine weite und konkrete Gemeinschaft zur Geltung zu bringen“.

"Denn je mehr die modernen Technologien immer intensivere Verbindungen schaffen und die digitale Welt ihre Grenzen ausdehnt, desto mehr wird der Priester gefordert sein, sich seelsorgerisch damit zu befassen und das eigene Engagement zu steigern, um die Medien in den Dienst des Wortes zu stellen“.

Der Priester als Gemeindeleiter und Teil eines Seelsorgeteams inmitten einer mitverantwortlichen Gemeinde, wird angesichts dieser „unbegrenzten Perspektiven“ lernen müssen, besonders die Verantwortung für die gemeindliche Medienpräsenz zu teilen. Bewährte Laien-Medienprofis werden die dynamische Präsenz einer lebendigen Verkündigung mittragen müssen, damit der Traum von „leidenschaftlichen Verkündern der frohen Botschaft auch auf der neuen ‚Agora’, die von den aktuellen Kommunikationsmitteln geschaffen wird“, wahr werden kann.
(www.zenit.org)

Die Botschaft im Wortlaut

HIER können Sie die Botschaft von Benedikt XVI. zum 44. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel im Wortlaut lesen.

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