Programmtipps
Geleitwort des Programmdirektors
Geleitwort des Programmdirektors
Liebe Hörerfamilie!

„Wie freute ich mich, als man mir sagte:
Zum Haus des Herrn wollen wir ziehen!
Schon stehen wir in deinen Toren, Jerusalem.
Jerusalem, du starke Stadt,
dicht gebaut und fest gefügt!“

Der Psalm 122 beschreibt die Freude der Jerusalempilger. Schon mehrfach durfte ich selbst diese Freude erleben. Bei einer solchen Wallfahrt ist das Titelfoto entstanden, das den alten Kreuzweg mit Blick auf die Auferstehungskirche zeigt. Die Stadt wird zum Sinnbild einer stabilen und tragfähigen Gemeinschaft mit offenen Toren.

In der Fastenzeit begleiten wir Jesus auf seinem Weg nach Jerusalem, Ihn, der mit uns durch Freud und Leid geht, der unser Herr und Meister, Freund und Wegbegleiter ist. Auf dem Weg streiten die Jünger, wer denn von ihnen der Größte sei. Jesus belehrt sie: „Wer von euch der Größte sein will, der sei der Diener aller!“ Nur so kann Gemeinschaft aufgebaut werden.

PH 1003Jerusalem, du starke Stadt, dicht gebaut und fest gefügt. Ein schönes Bild für die Kirche. Der Kirchenlehrer Gregor der Große schreibt schon im 6. Jahrhundert dazu: „In einem Bauwerk stützt ein Stein den andern, denn man legt einen Stein auf den anderen, und wer einen anderen stützt, der wird seinerseits von einem anderen gestützt. Genau so wird jeder in der Heiligen Kirche gestützt und stützt den anderen. Die Nachbarn stützen sich gegenseitig, und so entsteht mit ihrer Hilfe das Bauwerk der Liebe. Wenn ich mich nicht anstrenge, euch so anzunehmen, wie ihr seid, und wenn ihr euch nicht bemüht, mich so anzunehmen, wie ich bin, kann unter euch das Bauwerk der Liebe nicht entstehen.“ Papst Benedikt ergänzt: „Zur Abrundung des Bildes ist nichtzu vergessen, dass es ein Fundament gibt, das das ganze Gewicht des Bauwerks trägt, und das ist unser Erlöser, der ganz allein unsere Verhaltensweisen erträgt. Gregor d. Gr. sagt uns, dass wir in der Kirche von heute ein wahres Jerusalem sein sollen, das heißt ein Ort des Friedens, wo ‚einer den anderen trägt’, so wie wir beschaffen sind; ‚wir tragen einander’ in der freudigen Gewissheit, dass der Herr ‚uns alle trägt’. Damit wächst die Kirche als wahres Jerusalem, als Stätte des Friedens.“

Bauen wir Radio Maria als Hörerfamilie in dieser Weise auf, indem jede/r von Ihnen mitträgt. Eine ganz gesegnete Fastenzeit wünscht mit dem Segen Gottes

Ihr Programmdirektor
unterschr a+ gl

"Ich ermutige Euch, in Eurem Einsatz für das Evangelium voranzugehen!"

Papst Benedikt XVI.
für Radio Maria, 4.Okt.06

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